Vortrag 5. September 2022

Herbstimpuls: Integration und Selbstbesinnung

Allmählich kommen wir in die Phase, in der täglich etwas Ungewöhnliches passieren kann wie ein Regierungs-Rücktritt, ein Finanzkollaps oder eine Art Mauerfall auf völkerrechtlicher Ebene zwecks Weltfrieden. Als Individuum sind wir eingebunden in diese kollektiven Prozesse, die sich auf unsere persönliche Lebensqualität, nötige Zwischenschritte oder mögliche Übergangslösungen auswirken.

Am 25. August stand Venus im Löwen genau in der Mitte zwischen den beiden Mondknoten (siehe Grafik). Als Herrscherin des Stier-Nordknotens, der zugleich auch der Lösungsknoten ist, über den Venus sich in ihre Kraft bringen will, gab sie mit diesem T-Quadrat einen starken Impuls, intensiviert durch Uranus am Nordknoten. Diesen Impuls nehmen wir mit in den Herbst, heute früh wechselte Venus in die Jungfrau. Alle Venus-Themen wie Selbstwert, Selbstliebe, Würde, Vertrauen in die eigene sinnliche Wahrnehmung, in die eigenen Ressourcen und Potenziale fließen in den Prozess ein, mit dem wir uns auf das Kommende vorbereiten.

Natürlich gehört auch die äußere (Waage-) Seite der Venus dazu, ihre Beziehung zur Welt, das Harmonisieren von Geben und Nehmen in Gemeinschaft oder Beziehungen. Sich über Nordknoten und Uranus im Stier in die Kraft zu bringen, bedeutet tiefe Rückbesinnung auf sich selbst, zu sich kommen. Mit der Leichtigkeit und Freude des Löwen sollen wir eine tiefe Verbindung zu uns selbst etablieren und Vertrauen in die eigene Existenz und Überlebensfähigkeit entwickeln.

Gemäß dem Resonanzgesetz, dem Magnetismus von Anziehung und Abstoßung im Stier, begegnet man Gleichgesinnten, die zur eigenen inneren Schwingung passen. Mit diesen ist das Zusammensein ein angenehmes, man muss seine Werte nicht verraten, sondern kann sich durch Feedback objektivieren und die Frage klären, was für die eigene Existenz jetzt am Wichtigsten ist. Mit der Venus im Löwen ist das keine lauwarme oder halbherzige Sache, sondern es geht darum, sich voll und ganz dem Stier, dem Eigenen, zu verschreiben. Was will man aus sich heraus in die Welt tragen? Mit der Löwe-Beteiligung muss dieses Unterfangen auf maximaler Begeisterung basieren, sonst legt er sich wieder hin.

Was hat Venus mit Uranus zur Dekonditionierung eingeleitet?

Der rebellische Uranus unterstützt die Rückbesinnung mit Dekonditionierung. Der Planet ist dem Zeichen Wassermann zugeordnet, das im Tierkreis auf Steinbock folgt, und genau darauf bezieht sich die Rebellion: Auf soziale Prägungen, kulturelle Traditionen, gesellschaftliche Werte-Säulen, Institutionen, Rechtsstaat und Verwaltung. Kurz: das Formgebende und die tragfähige Substanz des Ganzen.

Zum Stier gehört der Überlebensinstinkt und aus diesem entstehen Überlebensstrategien, für die wir einen Teil von uns abspalten (Uranus). Nun ist Überleben kein Leben, sondern ein Notbehelf, der bereinigt werden muss, wenn die Gefahr vorüber ist oder unser Handlungsspielraum sich vergrößert. Erwachsene haben – im Gegensatz zu kleinen Kindern – ganz andere Möglichkeiten, für ihr Überleben zu sorgen, doch viele haften unbewusst immer noch den Mechanismen ihrer frühkindlichen Überlebensstrategie an und sind wegen der Abspaltung nicht ganz bei sich. Es beeinträchtigt die Wahrnehmungsfähigkeit, wenn ein Teil von uns wegen Abspaltung nicht präsent ist.

Der Impuls der Venus kommt mit dem Integrationsvermögen des Löwen, das eine Heimholung des Abgespaltenen ermöglicht: endlich wieder ganz werden, das Selbst vervollständigen, alles beieinander haben, das gesamte Potenzial. Wenn wir uns nicht auf unsere innere Ganzheit rückbesinnen, gelangen wir nicht in die volle Gestaltungskraft des Löwen und werden auch unser Schwingungsfeld nicht signifikant verändern. Mit diesem Impuls kann man sich bewusst werden, was an alten Überlebensstrategien nicht mehr zielführend ist.

Der kollektive Aspekt

Uranus ist am Tag vor dem Venus-T-Quadrat rückläufig geworden und nähert sich erneut dem Deutschland-Pluto auf 17° Stier. Ein erster Übergang fand am 14. Juni statt, am 15. Juni trafen sich Venus und Nordknoten auf 20° Stier. Das ist ein deutlicher Hinweis, dass wir hier auf kollektiver Ebene Entwicklungsarbeit zu leisten haben, indem wir das Abgespaltene integrieren und uns von nicht mehr zeitgemäßen Überlebensstrategien verabschieden. Der nächste Transit von Uranus über den deutschen Pluto findet am 8. November statt – der Tag vor dem „Schicksalstag der deutschen Geschichte“. Der deutsche Pluto befindet sich im 12. Haus, dort geht es um Ängste, die zu Abspaltungen führen, um das mangelnde Zutrauen zu sich selbst und die ganze Palette der beschriebenen Selbst-Themen der Venus. Deutschlands Pluto ist rückläufig, also haben wir zu prüfen, was uns in dieser Hinsicht von außen verabreicht wird. Ist am Ende die German Angst „nur“ eine erfolgreiche seelische Selbstzersetzungs-Operation von außen?

Denkwürdig: Exitstrategie Saturn

Der Saturn im Wassermann bewegt sich als Repräsentant der Konditionierung rückläufig im T- Quadrat zur Knotenachse und im Quadrat zu Uranus im Stier. Saturn hat Themen im Gepäck wie Schuld, Polarität, Urteilen/Verurteilen, Strafe, Konsequenz, Verantwortung. Ein weiterer Hinweis, dass wir uns mit den prägenden Dingen, unseren Konditionierungen, auseinandersetzen müssen. Das ist unsere „Exitstrategie“, so finden wir einen Weg aus der deutschen Misere. Saturn fokussiert sich auf den Südknoten im Skorpion als Lösung, das heißt, klare Entscheidungen sind notwendig. Die „Karussell-Betrachtung“ (August-Vortrag) hatte das schon veranschaulicht: Saturn und Südknoten geben Raum, Klarheit, Schutz und Stabilität zwecks Positionierung, damit auf der Stier-Seite die Rückbesinnung stattfinden kann.

Im Stier bewerten wir ausschließlich auf der Grundlage von instinktiver Sympathie/Antipathie: riecht das gut oder schlecht? Ist das schmackhaft oder nicht? Ist das überlebensrelevant oder nicht? Schon Goethe stellte fest: Die Sinne trügen nicht, das Urteil trügt. Im Steinbock liegt unsere bewusste Urteilskraft, die Unterscheidung von richtig und falsch. Die Betonung liegt auf „bewusst“, denn wenn wir nicht verantwortungsvoll mit unserer Urteilskraft umgehen, sondern nur gewohnheitsmäßige Vorstellungsbilder aus dem Gedächtnis abrufen, landen wir bei Vorurteilen. Genau darauf sind wir konditioniert worden – unser Urteil soll uns trügen. Von Denk- und Erkenntnisarbeit, ohne die keine angemessene Urteilsbildung und kein bewusstes Handeln auskommt, lassen wir uns nicht mehr abhalten. Selbstreflexion ist insofern unverzichtbar für den Steinbock. Der Zustand mentaler Deprivation, durch Hamsterrad und mediale Dauerberieselung mit Firlefanz und Lügen, will vom Wassermann her transformiert werden, sonst gelangen wir nicht in die Freiheit.

Wir wollen uns im Persönlichen von der Transhumanisierung, Verbannung und Schikane, den Straf- androhungen, dem Trauma der Unfreiheit, befreien. Das ist Dekonditionierung: wenn man sich mit Chiron im Widder nicht mehr auf sich selbst zurückgeworfen und verzweifelt allein fühlt, sondern selbstbestimmt, stark und frei. Sicher tut es weh, ausgegrenzt zu werden. Social distancing vernichtet den öffentlichen Raum. In dieses Elend wollen wir jetzt ein neues Bewusstsein hineinbringen, dazu diente die kraftvolle Vorbereitung mit der Löwe-Venus. Damit können wir den Akt des Dekonditionierens und Transformierens, der Befreiung von jedweder Konsequenz, Manipulation, Verbannung, Machtorgie oder Unterdrückung durchführen.

Dieser Prozess läuft nun in einer beschleunigten, verschärften Form ab, da inzwischen Pluto, Neptun, Uranus, Saturn und Jupiter rückläufig sind, am 10. September gesellt sich Merkur auch noch dazu – das ist wie ein Hagel nasser Waschlappen, die uns um die Ohren gehauen werden. Rückläufigkeit wiederholt die Themen: Pluto im Steinbock macht z.B. weiterhin Staatsterror. Erkenntnisgewinn verspricht Mars im Zwilling mit seinem Kampf gegen die Narrative, denn er möchte sich wieder auf Fakten und Sach- lichkeit beziehen statt auf ideologisch Gerahmtes. Kaum war Mars im Zwilling, beschwerten sich NDR-Mitarbeiter über „politische Filter“ und sonstige Beschränkungen ihrer Berichterstattung.

Jungfrau-Venus: Differenzieren vor dem Manifestieren

Ein gewisser Schwung ist entstanden, der jetzt in die Jungfrau-Venus mündet, für die das Unter- scheiden enorm wichtig ist. Mit dem Löwen hat man sich jetzt seine Positionierung erarbeitet und sich von allem getrennt, was einem bisher aufgezwungen wurde und vielleicht sogar schon seine nicht mehr benötigte Überlebensstrategie verabschiedet. Dann geht es jetzt richtig los: Im Persönlichen haben wir mit allem sehr differenziert umzugehen, wir leben das im Sommer erlangte Bewusstsein und manifestieren Entsprechendes und pflegen dabei die kontinuierliche Selbstverbesserung. Im Außen zeigt sich der Mangel – an Ressourcen und an Verstand.

Wenn wir unsere sommerlichen Hausaufgaben gemacht haben, sehen wir die künstliche Mangel- Generierung klar und deutlich. Das alles liegt an den Bumerang-Sanktionen gegen Russland, die 85 Prozent der Welt überhaupt nicht mittragen. Im Westen haben sie tatsächlich den Gasmarkt dereguliert!

Mit der Daseinsvorsorge aus Profitgründen zu spekulieren, dürfte für Venus in der Jungfrau das pure Grauen sein. Völlig inakzeptabel ist die vorsätzliche Mangelerzeugung als ultima ratio, um an der Macht zu bleiben. Auf allen Ebenen nimmt die Einsicht zu, dass es sich um einen Überlebensversuch des Systems handelt; Jupiter im Widder versucht sein Glück sogar noch mit CO2 und Klima. Doch die Mehrheit ist über die Jungfrau-Venus in den nächsten Wochen mit dem verbunden, was konkret in der Realität – sinnlich wahrnehmbar – an Mangelkreation geschieht.

Ohne den Löwe-Schub im August würde uns jetzt einiges an Substanz fehlen. Im Vorfeld ist damit eine Voraussetzung geschaffen worden – für alle, die bereit dazu sind –, diese Abläufe klar zu erkennen. Dann übernehmen wir die Steinbock-Seite in der Form, dass WIR die Konsequenz ziehen.

Schluss mit der Erpressung: Merkur Opposition Jupiter

Eine schöne Konstellation zum analytischen Prüfen der Ideologie.
Am 3. September gab es zum Warm-up die Opposition von Merkur direkt und rückläufigem Jupiter. Am 10. September wird Merkur in der Waage rückläufig.
Am 19. September ist Merkur in exakter Opposition zum Jupiter im Widder, beide sind rückläufig. Am 2. Oktober wird Merkur in Opposition zu Neptun direktläufig.
Am 12. Oktober findet die letzte Opposition von Merkur zum rückläufigen Jupiter statt.

Im Persönlichen bedeutet ein rückläufiger Jupiter, dass man tiefe innere Einkehr hält und nach der eigenen Wahrheit sucht. Jupiter ist im Widder, da kann man sie neu entdecken. Der Merkur prüft analytisch und lässt sich über die Waage nicht mehr bedingungsvoll („Wenn du das nicht auch so siehst, darfst du nicht mehr mitspielen“) erpressen – das ist ihm dann auch egal. Dieser Merkur glaubt nicht mehr alles und lässt sich auch nicht über die Ideologie manipulieren, weil das nämlich Konsequenzen hätte. Der Prozess nimmt jetzt einen rasanten Verlauf und in dieser Jupiter-Merkur- Phase wird für jeden von uns noch allerhand Erkenntnis zu gewinnen sein. Merkur macht sich frei von dem, was das Kollektiv oder die Expertenden vom Dienst sagen.

Die Dekonditionierung mit Uranus und Saturn bezieht sich auch darauf, dass wir uns nicht mehr erpressen lassen. Eventuell werden wir mit dem Chiron im Widder auf uns allein zurückgeworfen, weil wieder irgendwer aus dem Steinbock mit Skorpion-Energie versucht hat, uns zu verbannen oder unter Druck zu setzen. Macht nichts, dann gehen wir in Chirons Heilungs-Energie und machen uns bewusst, dass wir uns das Tor zur Freiheit öffnen, woraus wir neue Kraft beziehen können.

Die Jungfrau-Venus arbeitet dem durch Achtsamkeit und sehr genaues Sortieren zu. Sie achtet auf die analytische und gefühlsmäßige Stimmigkeit. Wenn sie am 24. September in die Opposition zu Neptun geht, wird ihr die Lüge klar, dass nicht nur der Mangel, sondern der gesamte Bullshit, der uns hier in den Niedergang treibt, vorsätzlich kreiert wurde. Der Riesenschwindel offenbart sich den Menschen – den Mangel gibt es nicht wirklich.

Herzwärmendes Fazit

Dann schließt sich der Kreis: Warum sollten wir uns mit dem Impuls von Venus und Löwe so stark auf uns besinnen? Wenn wir bei uns sind, wissen wir, dass es keinen Mangel gibt. Verbunden mit unseren Ressourcen, Fähigkeiten und Potenzialen nehmen wir Fülle wahr, aus der wir schöpfen können. Blicken wir ins Außen, sehen wir auch dort die Fülle. Russland kann Europa ohne Mühe mit Energie versorgen, es kann Afrika Getreide liefern, es hält die indische und chinesische Produktion mit Rohstofflieferungen in Gang. Das Konzept des geteilten Wohlstands und gemeinschaftlichen Gedeihens eröffnet ein großartiges Zukunftsprojekt, das die Löwe-Kraft der Integration zur Blüte bringt und wieder Freude, Leichtigkeit und Sonnenhaftes in die Welt befördert. Es ist am Werden und lädt uns zum Mitmachen ein.

Noch keine Kommentare bis jetzt.

Einen Kommentar schreiben