
Derzeit macht sich eine starke Skorpion-Energie bemerkbar. Die Mondnotenachse läuft durch Löwe und Wassermann, Merkur Skorpion ist im T-Quadrat dazu, Pluto ist ebenfalls im Wassermann, und nah am Südknoten Löwe tummeln sich Mars und Jupiter. Das fixe Kreuz – Stier, Skorpion, Löwe, Wassermann ist jetzt für die Entwicklung vorrangig, stellt aber eine enorme Herausforderung dar.
In der Astrologie gibt es drei Qualitäten: kardinal, fix und beweglich. Die kardinalen Zeichen Widder, Waage, Krebs und Steinbock stehen für einen ständigen Prozess des Werdens: streben, streben, niemals haben. Widder ist die Geburt, Waage die Begegnung mit der äußeren Welt, Krebs ist unser Zuhause und Steinbock umfasst im Großen die manifestierte Schöpfung, die Polarität, aber auch die Gesellschaft mit ihren Normen und Regeln.
Der Steinbock strebt dann nach Kontrollverlust und produziert Chaos, wenn das Korsett aus Verantwortung und Funktionieren ihm den emotionalen Zugang verwehren. Aufgrund der Steinbock Polarität Krebs befindet sich das produzierte Chaos gerne in den eigenen 4 Wänden, um an das Emotionale und in die Gegenwärtigkeit (Krebs) zu gelangen.
Der Waage wird nachgesagt, sie sei so harmonisch, aber jede Waage-Mensch weiß, dass er bestrebt ist, über Extreme den Ausgleich zu finden. Der Rand muss ausgelotet werden, um die Mitte zu definieren.
In der kardinalen Qualität entsteht nichts Bleibendes, sondern da wird zunächst vieles an die Oberfläche gebracht. Durch die strebende Energie kommt alles ins Bewusstsein, was für die Entwicklung wesentlich ist, aber es wird nichts etabliert. Das war die große Enttäuschung in der Zeit von Pluto Steinbock (2008 bis 2023): Wir hatten grundsätzlich gesunde Reformen des Steinbock- Systems erwartet, eine Entwicklung von global zu lokal (Steinbock Opposition Krebs), dass in dieser Hinsicht eine Gesundung eintritt. Stattdessen kam alles, was in diesem System wirklich exzessiv ist, noch mal so richtig aus der Kiste und zum Ende hin wurde es sogar totalitär, das ist die unerlöste Form von Steinbock.
Gegenwärtig haben wir mit Saturn und Neptun im Widder und der rückläufigen Venus in der Waage kardinale Begleitmusik. Neptun, der Schöpfer, und Saturn sind im Widder – dem Zeichen der Geburt, des Neuanfangs. Der rückläufige Saturn rebelliert gegen sich selbst, also gegen das System, die Ordnung, gegen definierte Gesetze, Normen und definierte Prioritäten. Im Widder geht es immer um Selbstbestimmung, Kontrolle und vor allen Dingen auch um Machtstreben. Der Widder ist sehr instinktiv und wir können jetzt ein Bumerang-Phänomen beobachten: Agiert Saturn instinktiv nur aus einem Machtstreben oder einer Kontrollerwägung heraus und setzt Grenzen oder Vorgaben oder macht entsprechende Ansagen, erweist sich das Tun mit der Rückläufigkeit des Saturns als ein Bumerang und wendet sich gegen den Akteur. Diese Energie hält bis 11. Dezember an, dann wird Saturn wieder direktläufig.
Das können wir auch im persönlichen Mikrokosmos, im Kleinen beobachten: handeln wir in dieser Widder-Energie unreflektiert aus reinem Kontroll- und Machtstreben heraus – „ich muss das jetzt tun“ – erweist sich das als konsequenzenreich (Saturn) und wendet sich gegen uns. Im Widder wird nicht gedacht, sondern gemacht. Das liegt am Streben nach emotionaler Sicherheit (Krebs). Und Widder bzw. Mars macht seine Sicherheit an der Kontrolle fest, die er zu haben glaubt.
In dem Moment, wenn mit der rückläufigen Venus Waage gegenüber von Saturn Widder irgendetwas in der Welt passiert, was existenzielle Bedingungen oder Abhängigkeiten thematisch berührt und das im Verbund mit der Skorpion-Energie, also Macht und Ohnmacht, sagt der Widder natürlich „geht’s noch? Hilfe!“ Er schlägt ohne zu denken um sich, nur um seinen Kopf über Wasser zu halten. Er will auf keinen Fall Spielball der Mächte sein, nicht dieser Ohnmacht ausgeliefert sein.
Allerdings will das fixe Kreuz berücksichtigt werden – und etablieren. Kein blinder Aktionismus, sondern einen Status quo auf der Grundlage von tragfähigen Werten (Stier) errichten und etwas derart ins Leben bringen, dass es für eine gewisse Zeit der Entwicklung als Säule, als etablierte Kraft dient. Die kardinale Qualität ist ein permanenter Funkenflug, die fixe Qualität hingegen hält fest und will eine solide und tragfähige Stabilität errichten.
Natürlich kommt danach das bewegliche Kreuz – Zwilling, Schütze, Jungfrau, Fische –, was das Etablierte irgendwann wieder in Frage stellt. Die beweglichen Zeichen hinterfragen, ob das Etablierte noch zeitgemäß ist oder an die Realität angepasst werden muss.
Derzeit sind wir sehr stark in der fixen Qualität verortet: Merkur steht in der Mitte von der Knotenachse Löwe/Wassermann, im T-Quadrat. Südknotenherrscher Sonne und Merkur, Herrscher von Uranus Zwilling, treffen sich am 4. November im Skorpion – eine skorpionische Bündelung vom Allerfeinsten. Die Sonne ist überaus wichtig, denn sie bestimmt durch ihre Verbindung zur Knoten- achse in jedem Moment den Gegenstand unserer Entwicklung im Alltag. Und diese spielt sich auf der Achse Löwe/Wassermann ab.
Löwe ist der höchste Punkt der subjektiven Entwicklung: das integrierende Prinzip, Selbstzentriertheit im positiven Sinn – aus der eigenen Mitte schöpfen, Persönlichkeitsausdruck und -entfaltung. Der Löwe-Ausdruck lebt von der zutiefst verinnerlichten Erfahrung und dem Gelernten, das der Löwe auf seine ureigene Art und Weise in die Welt bringt.
Gegenüber vom Löwen liegt der Wassermann, dessen Herrscher Uranus durch den Zwilling läuft. Pluto, der evolutionäre Impuls, ist im Wassermann, wo es u.a. darum geht, Nähe und Distanz genau- estens zu erwägen, sich zu objektivieren. Das ist das Kontrastprogramm zur Löwe-Zentriertheit.
Wassermann macht den Löwen darauf aufmerksam, wenn dieser sich in seiner Subjektivität verliert, wenn er zu tief versunken ist und ihm die Übersicht derart perdu geht, dass er vom Außen gar nichts mehr mitbekommt. Wassermann rät zum Einnehmen der Vogelperspektive: aus der Distanz heraus das zu betrachten, was man gerade aus der Löwe-Perspektive als sinnvoll und zweckmäßig für die kreative Verwirklichung erachtet. Ist es das wirklich oder verrenne ich mich in meinem fixen Etab- lierungswahn? Vielleicht halte ich an etwas fest (fix), was ich mal als Glück verheißendes Herzens- motto für mich gefunden habe, ohne zu merken, dass sich hier längst etwas anderes eingeschlichen hat?
Integration (Löwe) und Desintegration (Wassermann). Diese beiden Faktoren liegen auf einer Achse und sind überaus wichtig. Und jetzt bewegt sich Merkur Skorpion im T-Quadrat dazu und ist auch noch rückläufig. Der hinterfragt ganz essenziell: Was braucht es?
Es sind gerade einige Planeten rückläufig, was die Bereitschaft zur Introversion erhöht und uns zur Vertiefung auffordert, zum Hinterfragen und zur Suche nach einem Weg, wie wir uns auf diese Energie einlassen können.
Merkur hat von der Jungfrau her immer den richtigen Platz im Leben auf der Agenda, außerdem Ordnung, höheren Sinn, dienen etc. Seine Zwillingsseite fügt die Kommunikation hinzu. Merkur guckt jetzt mit Tiefenblick ganz genau und rotiert mit der typischen Rastlosigkeit durch sein Gedankenkarussell: Was kann der Weg sein, wie kann ich ihn noch finden? Skorpion ist immer die Essenz, da geht es um Absicht, Motivation, Verbundenheit, Vereinnahmungen.
In dieser Umgebung kann Merkur ganz schön hyperaktiv werden, denn er sucht nach der Lösung: Welchen Schalter muss ich umstellen, damit ich ein Wassermann-Bild bekomme von dem, was ich mit Löwe-Kraft als Weg – mit Mars und Jupiter voller Überzeugung – in die Welt, in die Entfaltung bringen kann?
Allerdings stecken wir gerade in einer Pattsituation, die auch durch Merkur Skorpion im T-Quadrat (Widerstand und Vereinnahmung) gegeben ist, denn Skorpion arbeitet leider mit Ohnmacht für die Entwicklung. Diese Pattsituation ist eigentlich ein schönes Bild für skorpionische Ohnmacht: Man steht in der Mitte und fragt sich, wo ist die Lösung, wohin gehe ich jetzt? Wofür entscheide ich mich?
Merkur schaut sich die zwei Seiten an, er denkt von Haus aus (Zwilling) in These-Antithese: „Ich könnte mich so oder so entscheiden. Beide Entscheidungen bringen mir nicht das Wassermann-Bild, damit der Löwe in voller Begeisterung, weil er das Bild für seine Kreativität bekommen hat, loslegen kann und mit dem Mars auch das Streben und den Weg hat.“ Der Löwe braucht jetzt das Bild vom Wassermann. So arbeiten die Zeichen zusammen.
Diese Pattsituation in der Mitte ist eine unglaubliche Angelegenheit, die sich auch in Form von Macht-/Ohnmachtsverhältnissen im Außen zeigt: Die Wahlen in Israel haben zu einer Pattsituation geführt, bei den US-Zwischenwahlen am 3. November könnte eine Pattsituation herauskommen. Die passt hervorragend zu Merkur Skorpion, der sich rastlos fragt: „Was mache ich in so einer Lage? Ich kann ja nur in die Tiefe gehen – geistig, mit meinem Intellekt, mit meinem Verstand.“ Er kann tatsächlich nur alles detailliert durchsehen auf seiner Suche nach dem Schalter, der umgelegt werden will. Sobald der Schalter gefunden ist, besteht das Umlegen in einer Entscheidung.
Merkur wird von seiner Jungfrau-Seite her fragen: „Was fehlt, was stimmt nicht? Was braucht es?“ Der Jungfrau-Merkur schaut immer auf den höheren Sinn und will natürlich in den Fische-Flow kommen. Wir befinden uns jetzt in einem ganz besonderen Moment, der sich aber verhältnismäßig schnell auflösen wird. Jupiter und Mars treffen sich am 15./16. November am Südknoten. Von Merkur Skorpion aus betrachtet, ist die Löwe-Energie die Lösung. Die Skorpion-Entscheidung soll das Bild und die Kreativität freisetzen, soll uns wieder ins Handeln und in den Aufbruch bringen. Solange wir nicht wissen, was es braucht, hängen wir im Patt.
Pluto Wassermann ist der Herrscher von Merkur Skorpion. Was sagt uns Pluto? Was braucht es denn, um das gesuchte Bild zu empfangen? Es geht wirklich um das Bild, das sollten alle spüren können: Hätte man jetzt das Bild, würde man sofort mit Löwe-Freude loslegen. Wir haben es aber noch nicht. Also wenden wir uns an Pluto: Kann er uns nähere Informationen zu diesem Skorpion- Merkur geben, zu dieser Skorpion-Forschung? Es können ja im Sinne des Skorpions immer auch alte Commitments sein, alte Versprechen und Verpflichtungen. Skorpion hat ja ärgerlicherweise auch immer etwas mit uns selbst zu tun. Verstellen uns irgendwelche Zwänge oder Bindungen den Blick auf das Bild und die Befreiung? Aus ärgerlichen Stier-Gründen? Im Stier geht es immer um Selbstwert, Würde, Selbstzufriedenheit, Selbstbewusstsein, Selbstversorgung. Das heißt, dass uns ggf. irgendwelche Zwänge binden, aus Selbstwertthemen heraus: Eventuell denken wir existenziell, „so kann ich meine Existenz nicht bestreiten“ und blockieren damit unseren Zugang zum schöpfe- rischen Denken, das aber gebraucht wird, um das gesuchte Bild zu empfangen, damit der Löwe sich entfesselt und mit Mars – Trennung von der Jupiter-Ideologie – begeistert ins Neue stürmt. Als Orientierung im fixen Kreuz dient das Wassermann-Bild, was ja auch immer im Wassermann-Sinne mit einer Zukunft zu tun hat.
Und Pluto Wassermann kann uns dazu noch Informationen liefern. Er sagt uns vermutlich etwas in Sachen Selbstwert und Bindungen, die veraltet sind oder weist uns auf Dinge oder Zwänge hin, an denen wir festhalten, die aber längst aus der Zeit gefallen sind – so wie man z.B. an einer Bezie- hung festhält, die schon lange vorbei ist, das macht der Skorpion ja am liebsten.
Wie schafft Wassermann Zukunft? Durch Trennung von all dem, was sich blockierend davor stellt, was uns so festhält, dass wir uns nicht ausreichend bewegen und nicht gut genug atmen können, auch geistig nicht hinreichend frei sind. Es muss nicht nur die geistige Komponente beinhalten, sich wirklich endgültig von Bindungen loszusagen. Mit Stier kann es auch etwas Gegenständliches sein. Pluto Wassermann, dessen Herrscher Uranus Zwilling ist, legt auch ein ganz großes Gewicht auf Gleichgesinnte: Was gehört zusammen und was nicht? Die Frequenz, die Schwingung muss stimmen. Wir sind gut beraten, uns jetzt mit Freunden und integren Menschen zu umgeben. Das ist für den Erkenntnisprozess wichtig, so bleiben wir dabei, denn wir wollen und müssen den Schalter finden – Merkurs Mission.
Das fixe Kreuz ist ja nicht volatil wie der Zwilling, der sagt, „was interessiert mich mein Geschwätz von gestern, heute ist wieder alles anders, wie wundervoll“. Hier geht es um Substanzielles, weil sich etwas in Gang setzen und ernsthaft etwas Konstruktives, Schönes erschaffen will: Die Werte (Stier), die Entscheidung (Skorpion), die Vision (Wassermann), das Bild (Wassermann) und das kreative Gestalten (Löwe).
Venus Waage reflektiert natürlich jetzt rückläufig, wiederholend und fokussiert sich auf Bezie- hungsdynamiken, Austausch, Gleichberechtigung, Harmonie, Disharmonie. Eine plötzliche Erinne- rung an eine Beziehung, Freundschaft oder zwischenmenschliche Episode kann auftauchen, die schon so gut wie vergessen war. Vielleicht zeigen sich auch Menschen aus der Vergangenheit kurz im Bewusstsein, zu denen man vielleicht mal eine gewisse Nähe hatte oder mit denen man eine wichtige Wegstrecke geteilt hat. So arbeitet Venus Waage dem Ganzen zu und klärt die Frage „was gehört zu mir, was gehört nicht zu mir“ indem sie Selbstwert, Beziehung, Miteinander, Gleichbe- rechtigung, Geben und Nehmen in Spiel bringt und so dem Skorpion zuarbeitet.
Sie kann auch die Frage stellen, „vereinnahmt mich etwas, was gar nicht zu mir gehört?“ Da wäre Venus Waage sehr hilfreich: „Habe ich da etwas mitgenommen, was aber nicht wirklich zu mir gehört?“ Hilfreich kann auch eine Waldbefragung sein. Die Bäume äußerten sich wie folgt zu dieser Konstellation: „Existenzielle Abhängigkeit von Geisteskranken kommt von außen.“ Weiser Wald! Existenz ist die Stier-Seite der Venus; Geisteskrankheit ist ein Extrem der Waage-Seite; Abhängig- keit ist Venus Waage und Rückläufigkeit weist auf das Außen hin.
Das alles will seine Berücksichtigung finden und der Klärung des Merkurs dienen: Was muss ich tun, damit die Energien fließen?
Dann ist da noch der Uranus im Zwilling: Was gehört im Hinblick auf Kommunikation zusammen, welche Spaltungen wollen überwunden werden und wo sage ich ganz deutlich „nein, da gehöre ich nicht hin“? Uranus thematisiert im Grunde beide Seiten: Welche Spaltung will ich überwinden, weil sie inzwischen sinnlos ist, weil sie mich nur schädigt, weil sie vielleicht zwillingsmäßig gelernt ist? Und auf der anderen Seite: Wo sind wirklich die zwei Seiten, die zwei Ufer des Flusses, wo ich klar erkennen, was keinen Sinn mehr hat?
Dann sollten wir noch den Neptun im Widder berücksichtigen. Der spielt jetzt im EU-Horoskop eine große Rolle, so wie Saturn gerade im Deutschland-Horoskop Dampf macht. Auf jeden Fall wirken auch in den Kollektiv-Horoskopen große Energien, astrologisch sieht es nach einem Para- digmenwechsel aus – einem Wandel grundlegender Rahmenbedingungen. Vor 2008, also in der Pluto-Schütze-Ära gab es solche Zustände nicht, dass solche Energien auf alles einwirken und an der Oberfläche passiert überhaupt nichts. Da hat sich offenbar durch diese ganze Pluto-Steinbock- Ära irgendetwas gewandelt.
Jetzt erleben wir Konstellationen, bei denen wir uns fragen, wie sich das noch weg kompensieren lässt. Und trotzdem bleibt zumindest der äußere Eindruck komplett unberührt. Was hinter den Kulissen passiert, wissen wir natürlich nicht.
So ist es jetzt gerade auch mit dem Deutschland- und dem EU-Horoskop. EU kriegt wieder eine ordentliche Portion Neptun ab und man fragt sich schon, was es am Ende des Tages noch braucht, um eine wesentliche Veränderung auch im Kollektiven loszutreten. Die Beharrungskräfte und das Festhalten der fixen Zeichen spielen sicher eine Rolle, aber Neptun sollte jetzt beim Loslassen helfen – Vertrauen ist alles! Eine Lektion, die auch der Skorpion im Wasser-Trigon lernen muss (Krebs, Skorpion, Fische). Allerdings steht Neptun im Widder – tun durch Nichttun. Also loslassen oder annehmen, vertrauen. Daneben steht der Bumerang-Saturn. Auf längere Sicht lässt sich darin die Wiedergeburt des wahren Christentums erkennen, eine echte Rückbindung und ein geistiger Lehrweg zur Individuation und Freiheit, der eine umfassende Dekonditionierung von Kirchenleh- ren, Materialismus und Ideologien erfordert.
Neptun Widder steht auf jeden Fall für die Sehnsucht nach einem Neuanfang. Vielleicht arbeitet er auch einfach dem gesuchten Bild zu, im Sinne des Ringens um das Loslassen des Alten und der Annahme des unaufhaltsamen Aufbruchs ins Neue. Wir sind ohnehin schon im Übergang, deutlich sind zwei Welten zu erkennen, der klammernde alte Westen und der dynamisch voranschreitende „Rest der Welt“. Das vielfältige Neue, das dort entsteht, hat nicht mehr viel mit der alten Welt zu tun, die sich ihrem Ende zuneigt.
Das Neue ist nicht zu verstehen als Transformation in eine totalitäre KI- und Digitalwelt, sondern als ein Entwicklungsschritt im Bewusstsein des Menschseins, eine neue Welt aus dem Zentrum des Menschenkindes (Löwe) – ein positiver Entwurf, den es sicherlich auch geben wird.
Wer sich selbst auf Bildersuche begeben will, kann das tun: In welchem Haus des eigenen Geburts- horoskops landet der Transit-Merkur Skorpion? Wo denkt er und sucht den Schlüssel, den Weg? Was lässt sich da klären oder entscheiden? Und wo findet sich das Löwe-Rudel wieder? Letztlich geht es im Skorpion um eine Entscheidung oder Handlung in reiner Absicht für das eigene Seelen- wohl. Der Skorpion hat sich für dieses Leben vorgenommen, keinen Selbstverrat zu begehen.

