
Die Mondknotenachse hat auf Löwe/Wassermann gewechselt, Löwe ist der Spaß und Wassermann sind die Freunde und Gleichgesinnten. Nunmehr sind Pluto und der Nordknoten im Wassermann die Lösung, Herrscher Uranus ist bekannt als Beschleuniger der Entwicklung – jetzt wird’s rasant bzw. die Ereignisse dürften sich überschlagen.
Venus läuft seit dem 6. August durch die Waage und wechselt am 10. September in den Skorpion. Am 3. Oktober wird sie rückläufig und kehrt am 25. Oktober in die Waage zurück. Dort wird sie bis zum 4. Dezember bleiben. Dieser lange Waage-Aufenthalt hebt die Bedeutung von Ästhetik, Schön- heit, Kunst und Gemeinschaft hervor. Sie steht Saturn und Neptun gegenüber, was auf eine Abkehr von Kampf und Zerstörung hindeutet – hin zu einer Welt, die von Abhängigkeiten befreit ist.
Saturn Widder ist rückläufig und wir merken, dass es nicht mehr ums Kämpfen geht, sondern um die Bildung von Allianzen, in denen sich Länder mit gemeinsamen Interessen zusammentun: Saudi- Arabien, die Türkei und Pakistan haben das Mekka-Abkommen geschlossen, ein islamisches Verteidigungsbündnis. Ägypten, Syrien und Iran sind potenzielle Beitrittskandidaten.
Die eurasische Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SOZ) konzentriert sich nun auf die Entdollarisierung, denn ihr gemeinsames Interesse ist ein freier Handel ohne ständige Sanktionsbeschränkungen durch die USA. Die beteiligten Länder werden eine eigene Entwicklungsbank einrichten, die nicht mehr auf dem Dollar basiert, sondern auf Landeswährungen und Rohstoffen, die eine digitale Abwicklungswährung decken.
Diese neuen Entwicklungsansätze gehen einher mit dem Wechsel der Mondknotenachse, die seit dem 19. August auf Löwe/Wassermann unterwegs ist. Der Nordknoten im Wassermann weist uns auf Freunde, Gleichgesinnte, Gemeinschaft, Zukunftsarbeit hin. Charakteristisch für den Wassermann ist die Doppelstrategie: im Alten Freiräume schaffen und dort das Neue aufbauen, bis das Alte losgelassen werden kann. Es gibt zurzeit zwei parallele Welten – die Vergangenheit, von der man sich lösen möchte, und die Zukunft, die sich im Aufbau befindet.
Der Nordknoten im Wassermann ist eine Aufforderung, sich auf gemeinsame Interessen und Verbindendes zu konzentrieren, um miteinander Zukunft zu schaffen. Wir können im Luft-Trigon Venus Waage nutzen und einen Gegenentwurf zu den maroden Strukturen entwickeln, die sich mit dem rückläufigen Saturn gerade selbst zerlegen. Es ist jetzt sinnvoller zu überlegen, wie es anders gehen könnte, anstatt sich im Widerstand gegen das noch Bestehende aufzureiben.
Der rückläufige Saturn Widder zeigt sich momentan sehr deutlich auf jeder Ebene, er rebelliert gegen das pyramidale System, gegen den Konsens und die festgeklopfte Agenda – die alten Strukturen fressen sich selbst, auch wenn die alte Welt versucht, sich gegen das Neue zu stemmen. Jede Maßnahme, die derzeit zwecks Machterhalt aus dem System heraus getroffen wird, geht nach hinten los – der Bumerang-Effekt.
Wir sehen also eine ganz neue Entwicklung in diesen zwei Welten und einen definitiven Aufbruch, wobei die neue Welt immer mehr an Kraft gewinnt, derweil sich die alte Welt selbst demontiert.
Deswegen ist es so wichtig, sich auf Venus Waage zu konzentrieren, den Fokus auf das Neue zu richten, auf das, was man im ästhetischen und im schönen, freudvollen Sinn wieder ins Leben rufen möchte, anstatt weiterhin Erbsen zu zählen in der Realität des wankenden Alten. Das haben wir anderthalb Jahre lang in der Fische-Jungfrau-Zeit getan, in der es darum ging, die Realität zu erkennen, sich zu desillusionieren, sich zu klären etc.
Mit dem Nordknoten und Pluto Wassermann schwingt die Energie dieses Zeichens besonders stark. Uranus herrscht darüber und damit auch über die Entwicklung, den evolutionären Impuls. Er befindet sich immer noch im T-Quadrat zur Knotenachse, der Nordknoten ist seine Lösung.
Über diesen Nordknoten können wir alle anderen Aspekte integrieren, d.h. in die Kraft und in die Entwicklung bringen. Der Südknoten in Löwe präsentiert uns das Thema, das unerlöst aufschlägt, aber über die Wassermann-Energie in die Kraft und in seine Wirksamkeit gelangen möchte.
Im Löwen geht es um die Integration, um Integrität, Selbstverwirklichung und Persönlichkeitsentfaltung, denn in diesem Zeichen liegt der höchste Punkt der subjektiven Entwicklung – hier wollen wir uns mit allem, was wir bisher entwickelt und integriert haben, kreativ in der Welt zum Ausdruck bringen. Da geht es vor allem um Leichtigkeit und Freude; im Wirtschaftlichen ist es auch spannend, da ist jetzt die Zeit für Wettbewerb im Sinne einer fröhlichen Leistungsmessung – es wäre ja großartig, wenn wir den mal wieder hätten.
Uranus Zwilling weist uns auf die Medien hin, die befreit werden wollen, derzeit stehen sie noch auf der unerlösten Seite. Damit auch in diesem Bereich, der vom Informationskrieg erstickt wird, wieder Wettbewerb im Löwe-Sinn herrschen kann, müssen die Medien den Wassermann-Weg gehen. Wie sieht der aus? Der Nordknoten im Wassermann möchte über einen gemeinsamen Nenner, über gemeinsame Interessen dem Löwen wieder in seine Kraft und seinen Ausdruck verhelfen.
Woraus könnte ein gemeinsames Interesse oder etwas Verbindendes der Medien bestehen? Im Wassermann wäre das die Förderung eines dekonditionierten Denkens, also echte Wissenschaft, Objektivität, Bilder, Geistesblitze, tatsächliche Informationen statt vorgegebener ideologischer Versatzstücke. Die Aufgabe der Medien besteht mit Uranus Zwilling in der Anregung und Inspiration zum Denken: auf eine gute Art und Weise sollen die Medien, Kultur schaffen.Sie sollen den Menschen heraushelfen aus diesem eingeschränkten Denken, das nicht zuletzt auch durch zerstörte Begrifflichkeiten entstanden ist.
Bei Uranus Zwilling geht es um Teilung, Entfremdung, um das uranische Doppelbewusstsein und die Zweiheit oder Dualität des Zwillings, These-Antithese. Wir haben es hier mit Zerteiltem, Getrenntem oder Gespaltenem zu tun, mit unvereinbaren Gegensätzen. Der Nordknoten Wassermann fordert uns auf, das Trennen und Zerteilen zu beenden und uns stattdessen auf das gemeinsame Interesse zu fokussieren, was Zukunft schafft.
Ein weiteres aktuelles Beispiel für eine künstliche Teilung ist die undemokratische Brandmauer, die durch die jüngsten Ereignisse jetzt bröckeln dürfte. Auch hier gilt es zu überlegen, wo es gemeinsame Schnittmengen grenzübergreifend gibt, die eine Kooperation sinnvoll machen.
Der fehlende Part
Tatsächlich können wir die spannenden Entwicklungen momentan besser im Kollektiven sehen als bei uns im Individuellen, obwohl sie bei uns im persönlichen Bereich ebenfalls eine große Bedeutung haben. Und wir sind ja auch im Doppelbewusstsein unterwegs, d.h. wir springen zwischen Mikrokosmos und Makrokosmos hin und her. Das ist auch zu empfehlen, um sich zu dekonditionieren und wirklich aufmerksam zu werden auf Abspaltungen, die wir vielleicht gar nicht mehr im Bewusstsein haben, weil sie aus der Überlebensstrategie heraus entstanden sind (Wassermann Quadrat Stier im fixen Kreuz). Das wäre der nächste Schritt in diesem ganzen Zusammenhang: Wo liegt der fehlende Part?
Um diesen zu finden, müssen wir ganz bewusst schauen, was hier ggf. auf der Strecke geblieben ist und uns fragen: Was will jetzt zu mir kommen, was möchte ich wiederfinden? Damit überwinden wir unsere inneren Spaltungen.
Der Zwilling enthält ja viel Kleinteiliges. Welchen Aspekt habe ich vielleicht versehentlich, wegen Alltag, wegen Pflichten, wegen Kinderversorgung oder Beruf, wegen diverser Anforderungen hinten angestellt? Ich kann ihn geopfert haben (Fische) oder ich kann ihn mir aus existenziellen Gründen nicht erlaubt haben (Stier) oder aus einer Konditionierung heraus sagen, das darf ich nicht. Es kann ein Bedürfnis sein, ein Potenzial, eine Fähigkeit. Und im konditionierten Denken haben wir vielleicht vergessen, dass es überhaupt eine Antithese zur These gibt.
Wir müssen also etwas wiederfinden, das wir aus unserem bewussten Dasein verloren haben, was aber zu uns gehört und was wir unbedingt brauchen. Möglicherweise gibt es sogar eine Kombination vom fehlenden Part einerseits und auf der anderen Seite die Integration, die Erlösung durch das Überwinden der Spaltung. Hier will auf jeden Fall über den Nordknoten Wassermann etwas zusammenkommen, obwohl wir bei dieser Konstellation oft eher an Revolution, Blitz und Donnerwetter denken. Pluto Wassermann, der seine Polarität im Löwen hat, trägt im Konzert der beteiligten Faktoren dazu bei, das Zusammenkommen zu ermöglichen, denn im Löwen ist Selbstzentrierung angesagt.
Saturn-Neptun Widder
Wir erleben eine interessante neue Geschichte, die auch gut zu dieser Epoche des Neuanfangs passt, eingeleitet am 20. Februar durch die Konjunktion von Saturn und Neptun auf 0°45 Widder. In diesem Kontext haben wir uns gefragt, wer den Impuls des Neuanfangs für sich vereinnahmen kann – die alte unipolare Westwelt oder die multipolare Welt? Zu diesem Zeitpunkt war die Welt mit Pluto Wassermann auch schon gespalten und wir konnten sehen, dass die alte Welt den Impuls des Neubeginns nicht in die Hand bekommen hat – Der Unterwerfungsversuch des Iran stellt sich als aussichtslos dar. Auch wieder ein Bumerang-Effekt.
Unser fehlender Part
Im Hinblick auf den fehlenden Part ist alles von Relevanz, was die Entwicklung fördert und bindend ist, also alles, worauf man sich einigt. Grundsätzlich ist das Verbindende zu suchen. Das gilt nicht nur im Außen, sondern auch in unserem Inneren. Und diese Thematik wird in nächster Zeit unser Forschungsgegenstand sein.
Der fehlende Part hat, wie erwähnt, mit dem Stier zu tun – mit irgendeinem Potenzial oder einem Bedürfnis, mit etwas, worauf man verzichtet hat, weil das Leben dafür gar keinen Raum ließ. Oder man hat es sich einfach verboten.
Das wären dann die konditionierenden Faktoren: „Das darf man nicht“ oder „das geht nicht“. Das Glaubenssystem wirkt als Bremse. Die Suche nach dem fehlenden Part wird ergänzt durch die Suche nach der mentalen Blockade: „Was schließe ich gedanklich aus oder wo bin ich gedanklich blockiert durch Introjekte?“ (Uranus Zwilling) Wir suchen nach Introjekten, die zum Glaubenssystem geworden sind. Das sind verinnerlichte Botschaften, die sich unterhalb des Bewusstseins eingenistet haben. Gegenüber vom Zwilling ist der Schütze und dem ist das Glaubenssystem zugeordnet. Introjekte sind auf ihre Art auch ein überaus wichtiger Part: Was glaube ich, weil man es mir so oft erzählt hat? Hat man es mir so oft erzählt, dass ich es gar nicht mehr in Frage stelle? Wie wäre es, wenn jetzt mal alles anders wäre? Das ist doch die Lieblingsfrage des erlösten Zwillings!
Weitere Fragen
Ist jetzt eine gute Zeit, Mitmenschen zu konfrontieren? Eher nicht. Besser oder zielführender wäre es, am Gegenentwurf zu arbeiten und in aller Ruhe die Dinge gemütlich mit Wassermann-Einstel- lung zu betrachten oder zu beobachten – in der Gewissheit, dass die Wahrheit herauskommen wird. Derzeit ist es wenig sinnvoll, aufklärerisch tätig zu sein: Mit Daten und Fakten lässt sich momentan kaum etwas erreichen. Das wird schnell konfrontativ und und vor allem furchtbar verunsichernd, es würde wieder zu einer Spaltung führen, überraschend mit beunruhigenden Fakten (Zwilling) aufzu- warten. Uranus kann auch sehr verunsichernd sein, wenn man plötzlich die Büchse der Pandora aufmacht und mit beunruhigenden Zwillings-Fakten ankommt. Manchmal treibt man seinen Ge- sprächspartner damit an die Grenzen seines Fassungsvermögens oder seiner Vorstellungskraft.
Vermutlich bringt uns der kollektive Prozess in dieser Hinsicht weiter. Derzeit sind Sonne und Merkur, die Herrscher des Südknotens Löwe, in der Jungfrau. So arbeitet jetzt alles. Wenn wir die Jungfrau berücksichtigen, dann ist das natürlich Dienst am Ganzen, also schon Integration. Betrach- ten wir die Jungfrau zunächst als Faktor, dann haben wir hier eine Krise, die uns daran hindert, im Löwen aus dem Vollen zu schöpfen. Die Selbstverwirklichung ist verbunden mit einer Krise, die die Selbstverwirklichung sabotiert und einschränkt (Jungfrau).
Wie kommen wir über den Nordknoten und Uranus aus dieser Krise? Natürlich nur durch Zusam- menschluss und gemeinsame Überlegungen, was wir tun können, um die Krise zu meistern. Und darüber dürfte mit dem Uranus Zwilling unglaublich viel an Daten und Fakten kommen. Uranus ist ja auch die Erinnerung und da könnte sehr viel an die Oberfläche gelangen. Es gibt aber eine Notwendigkeit, es dann auch zuzulassen.
Wenn unser spärlicher Gasvorrat zur Neige geht und wir keines mehr haben, werden die Leute im Winter frieren. Dann muss man vielleicht die Denkblockade (Uranus Zwilling), das abgespaltene Denken aufgeben und überlegen, wie lösen wir das Problem? Natürlich gäbe es ein paar Klugscheißer, die sagen würden: Lasst uns NordStream 2 aufdrehen. Dann ist das Geschrei groß. Aber man versteht, wie paradox alles ist.
Fazit
Seit dem Wechsel der Knotenachse sind die zwei Welten mit vehementer Präsenz da: Lehrbuchhaft demontiert sich die alte Welt und die neue kommt immer mehr in die Kraft. Wir sind jetzt in diesem Übergang mit all den Möglichkeiten, Chancen oder Prozessen für unsere Entwicklung, auch mit Freiräumen, die dieser Übergang ermöglicht, weil das Alte mehr und mehr schwindet, das Neue aber erst in anderen Weltregionen am Entstehen ist.
Zu gegebener Zeit wird auch hier viel Freiheit da sein, eine uranische, die sich von der Mars- Freiheit unterscheidet: Uranus ist geistige Freiheit und eine Freiheit von Konditionierungen. Es lohnt sich, den natalen Uranus zu betrachten und zu schauen, wie der Zwillings-Uranus bei der eigenen Dekonditionierung hilft.
Es sieht so aus, als würden wir jetzt an einer Schnittstelle stehen, an der große Veränderungen nicht mehr zu verhindern sind, weil Löwe und Wassermann im fixen Kreuz eben auch mit Stier und Skorpion verbunden sind und das ist Überleben und Seele – existenzielle Notwendigkeiten.
Es mag dauern, bis sich etwas ganz Neues etabliert hat, aber dieses Weiter-so reicht nicht mehr aus, wie wir am rückläufigen Bumerang-Saturn sehen. Da brauchen wir uns gar nicht mehr so exorbitant zu bemühen! Marode und alte Strukturen zerstören sich jetzt selbst, also befassen wir uns doch lieber mit interessanten und schönen Dingen, die alle bereichern (Venus Waage).
„Durch die Schönheit zur Wahrheit und Freiheit“ war Schillers Motto. Es umfasst das ganze Lebenskünstlertum, das wir jetzt entwickeln sollen.

