
Lage am 07. August 2026
Am 6. August wechselt Venus in die Waage und geht in die Opposition zu Neptun, ins Trigon zu Pluto und ins Trigon zu Uranus, der immer noch T-Quadrat-Planet ist. Die Mondknotenachse setzt zum Zeichenwechsel an. Die außergewöhnliche 4-Grad-Konstellation von Uranus, Neptun und Pluto löst sich auf, Uranus ist bereits auf 5 Grad. Diese Aspektfigur ergibt ein blaues Dreieck, die beteiligten Planeten sind energetisch über Trigon und Sextil miteinander verbunden und ergänzen sich harmonisch.
Pluto ist rückläufig im Wassermann unterwegs, hier geht es um eine Rückbesinnung auf die Seele, auf den großen Plan. Wir können uns die Frage stellen: Warum bin ich hier, was ist meine Seelen- thema, welche Kräfte haben mich ins Leben gebracht? Im Wassermann steht die Individuation auf der Agenda und mit der nach innen gekehrten Energie während der Rückläufigkeit intensivieren wir unsere Fragestellung entsprechend: Warum bin ich hier auf der essentiellen Ebene des Daseins, der Seele, der Absichten, Motivation?
Vom Neptun Widder her ergibt sich die Frage: Was will ich tun?
Uranus Zwilling, der gerade im T-Quadrat zur Knotenachse steht, fordert uns auf, Gelerntes zu hinterfragen und „out of the box“ zu denken, um zu neuen Erkenntnissen zu gelangen. Im weitesten Sinne gibt Uranus den Impuls zur Befreiung des Intellekts und zu schöpferischem Denken: Auf in die geistige Freiheit! In Verbindung mit der Knotenachse ist er ins alltägliche Geschehen eingebun- den und hat die Fische-Lösung (Nordknoten) an Bord.
Wir haben also seit zwei Wochen einen veritablen energetischen Anstoß bekommen, der uns auf die neue Zeitqualität vorbereitet, die mit dem Zeichenwechsel der Knotenachse am 19. August beginnt.
Mit Löwe/Wassermann werden wir diese – gefühlt endlose – Jungfrau-Fische-Phase hinter uns lassen, die eine große Herausforderung war: Die Fische servieren keine konkrete Lösung auf dem Silbertablett, sondern kredenzen diese in Form von reinigenden und klärenden Prozessen, wo das Unterste nach oben kommt. Diese Prozesse der Sinnsuche und des Findens der Vision sind im Grunde erst dann abgeschlossen, wenn die Knotenachse das Zeichen verlässt.
Bis dahin setzt sich bei jeder Vision, bei jeder Idee (Uranus Zwilling) und bei jedem Impuls (Nep- tun Widder) im Nachgang immer wieder die Fische-Dynamik in Gang, die ungeklärte Aspekte des Entwurfs oder der Inspiration an die Oberfläche befördert: „Hast du darüber nachgedacht? Ist es vielleicht doch nur Illusion? Ist es von reiner Absicht?“
Die Fische sind ein Ozean der Möglichkeiten, sodass wir im Grunde, solange wir in diesem Prozess sind, kein glasklares, konkretes Bild bekommen, sondern in dieser ständigen Klärung sind. Dafür haben wir nach diesem Prozess das Maximum erreicht – im Sinne von Reinheit und höherem Sinn haben wir etwas Tragendes gefunden, womit wir uns wirklich verbinden können und nicht wieder einer Illusion, Schönfärberei, Lüge oder Täuschung erliegen. Dieser Prüfungsprozess möchte für Klarheit und Reinheit sorgen, damit die Idee am Ende des Tages Bestand hat. Immerhin ist sie unser Startschuss für den Neuanfang.
Mit dem Fische-Nordknoten kommt auch das Thema des Loslassens auf uns zu – Frieden schließen. Die 4-Grad-Konstellation hilft dabei, mit der Seele ins Reine zu kommen. Wir besinnen uns einer- seits auf die Essenz und auf der anderen Seite geht es darum, mit sich und seiner Seele im Reinen zu bleiben. Pluto Wassermann eliminiert, was nicht mehr zukunftstauglich ist, denn Wassermann möchte Zukunft schaffen, indem er sich von Veraltetem trennt. Das gehört dann der Vergangenheit an und darf über die Fische-Energie losgelassen und in den Frieden geschickt werden.
Wichtig: Wir sollten jetzt klar erkennen, wo wir vielleicht nicht in Einklang mit unserer Seele sind, damit wir uns über diesen Prozess der Selbstbesinnung neu ausrichten.
Angestoßen von der 4-Grad-Figur schwingt derzeit eine übergeordnete Qualität, die auch einen großen kollektiven Aspekt hat, denn die Transsaturnier Uranus, Neptun und Pluto stehen schon aufgrund ihrer Langsamkeit für den Zeitgeist und für gesellschaftliche Prozesse. Im Grunde werden alle Menschen eingebunden.
Kleiner Knotenachsen-Exkurs
In der Astrologie unterscheiden wir zwischen dem wahren und dem mittleren Mondknoten, die auf unterschiedliche Weise berechnet werden. Die Knoten entsprechen den Schnittpunkten von Mond- bahn und Ekliptik, der scheinbaren Bahn der Sonne um die Erde. Es handelt sich dabei um mathe- matische Punkte, nicht um Himmelskörper.
Der wahre Mondknoten bildet die exakte, schwankende Bewegung ab, er läuft vor und zurück, während der mittlere Mondknoten eine geglättete, gleichmäßige Bahn – ohne Rückläufigkeiten – annimmt. Deswegen sind die beiden Knoten meist auf unterschiedlichen Positionen. In der evolu- tionären Astrologie haben wir uns methodisch auf den mittleren Mondknoten festgelegt.
Der wahre Mondknoten hat den Zeichenwechsel auf Löwe/Wassermann schon am 29. Juli voll- zogen. Das heißt, wir sind im Übergang, in einer Zwischenzeit: Die Löwe-Wassermann-Energie hat zu schwingen begonnen, aber der Prozess des Umschwungs ist noch nicht vollendet. Das wird erst am 19. August der Fall sein, wenn auch der mittlere Knoten den Wechsel vollzieht.
Dieser Wechsel beendet – wie schon beschrieben – die Jungfrau-Fische-Phase, die von ständiger Klärung, Sinnsuche und der Auseinandersetzung mit Ungeklärtem geprägt war. Der Abschluss ermöglicht einen Neuanfang, der auf Klarheit, Reinheit und einem tragenden Fundament basiert.
Der Übergang ist spannend, weil sich eine gewisse Löwe-Wassermann-Energie tatsächlich schon bemerkbar macht.
Merkur Krebs – Klärung durch Reinszenierung
Nach unserer Methodik ist der Südknoten noch in der Jungfrau und Herrscher Merkur läuft bis zum 9. August durch den Krebs. Aufgrund von Rückläufigkeit hält Merkur sich ungewöhnlich lange im Krebs auf, er ist dort seit dem 1. Juni. Normalerweise durcheilt Merkur ein Zeichen in etwa drei Wochen.
Jetzt ist er als Südknotenherrscher aufgeladen mit den wichtigsten Themen des Lebens, er ist ver- bunden mit allem, was im Jungfrau-Sinn noch nicht stimmig ist, z.B. ungeklärte Konflikte, Krisen, Missverständnisse aus der Vergangenheit.
Merkur regte entsprechende tiefgreifende Klärungsprozesse an, vor allem über Reinszenierungen, die Wiederholung alter Muster, die um frühkindliche Prägung, emotionale Geborgenheit, Identität und Heimat kreisen. Ein zentrales Thema war die aus der Kindheit stammende Überzeugung, „etwas an mir ist nicht richtig“ oder „nicht gut genug“, weil emotionale Bedürfnisse nicht erfüllt wurden. Der Prozess war schmerzlich, rüttelte an der Identität und brachte alte Traumata, ungelöste Konflikte und Missverständnisse an die Oberfläche, um sie zu reinigen und anzunehmen. Eine echte Gelegenheit, um mit Jungfrau-Themen wie Minderwertigkeitsgefühl, Selbstsabotage und eingere- deter Schuld einen neuen Umgang zu finden.
Möglicherweise fanden die emotional schmerzhaften Reinszenierungen im direkten Zusammenhang mit den Eltern statt. Ich wurde selbst mit dem Thema konfrontiert, als ich meine Mutter in München besuchte und dabei eine ziemlich krasse Reinszenierung mit ihr erlebte. Für die Heilung durch den Fische-Nordknoten kam ein Urkonflikt an die Oberfläche und konnte endlich mal gesehen und erkannt werden. So schmerzlich das ist, arbeitet es aber im positiven Sinn der beschriebenen Reini- gung und Klärung in den Fischen zu.
Mit Uranus im T-Quadrat können auch alte Traumata aufgetaucht sein. Im Zwilling bringt Uranus meistens etwas zum Vorschein, das mit Kommunikation zu tun hat. Das können Introjekte sein, also verinnerlichte Botschaften unserer Bezugspersonen in der Kindheit, die wir inzwischen für wahr halten: „Du bist so, oder so“, etc. In diesem Sinne hat Uranus bei der Reinszenierung auch noch mitgewirkt.
Über das Trigon von Pluto-Uranus waren wir aufgefordert, die Vogelperspektive einzunehmen, in Distanz zu gehen, das Ganze zu betrachten und zu verstehen. Wenn Merkur am 9. August in den Löwen wechselt, haben wir die Möglichkeit, unsere Erkenntnisse zu integrieren.
Am wichtigsten in all dem ist Neptun Widder, der Herrscher der Fische-Lösung, die uns in unsere Entwicklung bringen soll, damit wir hier Zukunft und Bewusstsein schaffen und einen Seelenbezug herstellen. Neptun ist rückläufig, was bedeutet das? Bei unerlöster Betrachtung dieser Konstellation liegt die Vermutung nahe, dass es sich um Opferbewusstsein handeln könnte. Das wäre allerdings eine Falle, denn damit wären wir ja wieder unfrei. Neptun will uns zu Freiheit, Neuanfang und Selbstbestimmung verhelfen, doch wenn wir vielleicht aus Angst handeln, könnten wir Opfer
unserer Taten werden. Das ist nicht Neptuns Anliegen – der rückläufige Neptun will nicht, dass wir aus Angst handeln und er will uns auch nicht treiben.
Vor ein paar Wochen gab es eine Phase, die alle in den Verarmungswahn versetzte. Und dieser Wahn führt, wenn die Lösung bei Neptun Widder ist, zu panischem Handeln aus Getriebenheit, man will mit dem Kopf durch die Wand. Wie gesagt – das ist nicht Neptuns Anliegen. Hier geht es eher um die Überprüfung des Glaubens und des Vertrauens. Wir sollen nicht aus blindem Glauben heraus handeln.
Auf der kollektiven Ebene betrachtet, kann Krieg – wie üblich – keine Heilung bringen und ist insofern auch nicht in Neptuns Sinn. Zielführender wäre es, sich auf die schöpferischen Gesetze zu besinnen, in die Annahme und das Vertrauen zu gehen oder auch in die Fantasie. Die neptunische Botschaft lautet: „Lass dich inspirieren, lass dich anwehen, geh ins Vertrauen, dass die Lösung sich offenbaren wird, bleib im Prozess, bleib berührbar, aber schlag nicht wie ein Elefant im Porzellan- laden um dich, das bringt überhaupt gar nichts.“
Diejenigen, die aus Panik wegen Verarmungswahn agierten und Opfer ihrer Taten wurden, bekamen in der Regel gleich eine Konsequenz (Saturn) und hatten das Gefühl, gegen eine Mauer zu laufen, wenn sie aus der Panik heraus handeln.
Chiron Stier – ein heilsamer Fingerzeig
Der verletzte Heiler Chiron ist nunmehr im Stier, dem Zeichen unserer Ressourcen, Gaben und Potenziale. Hier sind auch unser Urinstinkt und unsere Überlebensstrategie angesiedelt. Diese entwickeln wir als Baby, am Anfang unseres physischen Seins, indem wir mit unseren Sinnen (Stier) und unserem Überlebensinstinkt auf die Gegebenheiten in unserem frühkindlichen Umfeld reagieren. Wenn die Mutter sich entfernt, droht – aus Sicht des Säuglings – der Hungertod! Also muss er eine geeignete Überlebensstrategie entwickeln, um emotionale und physische Sicherheit zu gewährleisten, z.B. durch Anpassung an äußere Umstände.
Die Überlebensstrategie ist gut, solange wir klein sind. Sobald wir erwachsen sind, behindern diese Strategien die Verbindung zu unserem inneren Reichtum, zu unseren Fähigkeiten und unserem Selbstwert, da sie uns vom eigenen Inneren abspalten und uns auf das Außen fixieren: Wir stellen uns auf dieses Außen ein, wenn wir in eine entsprechende Situation kommen, und scannen zunächst die Atmosphäre, um nicht von irgendetwas überrascht zu werden. Chiron im Stier fordert uns auf, unsere alten Überlebensstrategien zu erkennen und zu heilen. In diesem Zeichen thematisiert Chiron auch Ängste um Existenz und Ressourcen und fordert auf, sich nicht von äußeren Umständen ab- hängig zu machen, sondern im Vertrauen auf die eigenen inneren Ressourcen zu bleiben.
Wir haben uns mit Chiron im Stier ganz bewusst mit unserer Überlebensstrategie auseinanderzu- setzen und zu schauen, was da reflexartig in uns anspringt. Inwiefern liegt jetzt – angesichts von Pluto Wassermann und dem Neuen – kein Segen mehr auf dem alten Automatismus, mit dem wir keine Zukunft schaffen können?
Chiron begleitet uns jetzt durch den Wechsel der Knotenachse, kehrt aber vom 18. September bis zum 14. April 2027 zurück in den Widder. Erst danach bleibt er für ca. 4 Jahre im Stier. Er zeigt uns die größte Wunde und im Stier ist die größte Wunde der Selbstwert und die Schwierigkeit, bei uns und in Verbundenheit mit unserem inneren Reichtum zu bleiben.
Selbstwert, Würde, Selbstvertrauen, das sind die positiven Stier-Begriffe, die wir wiederfinden müssen. Jeder kann feststellen: Der liebe Gott hat mich und meine Existenz gewollt, ich habe der
Welt so viel zu geben.“ Als verletzter Heiler legt Chiron Stier aber auch den Finger auf die Wunde des jeweils lädierten Selbstwertes und sagt deutlich: „Du liebst dich nicht, du schätzt dich nicht, du traust dir nichts zu“ und Ähnliches mehr.
Auch das ist ein Wachstumsimpuls, denn Chiron ist im Quadrat zu Pluto, im fixen Kreuz. Deswe- gen habe ich auch von Abspaltung und Überlebensstrategie gesprochen. Abspaltung ist Wasser- mann, Überlebensstrategie ist Stier. Chiron legt den heilsamen Fingerzeig auf den Stier zur Ent- wicklung für Pluto Wassermann. Wir wollen ja im Wassermann unserem wahren Seelenimpuls wieder auf die Spur kommen. Und uns von dem trennen, was uns zu weit von diesem ursprüng- lichen Impuls entfernt, von unserem Daseinsgrund.
Dabei hilft das tiefe Vertrauen, dass man reich ist, dass man ganz viel in sich hat, dass einem nichts passieren kann, wenn man sich in dieser Stier-Verbundenheit befindet. Wir verfügen ja Ressourcen: wir haben viel gelernt, getan, Erfahrungen gesammelt, wir können etwas, haben Ausbildungen ab- solviert etc. Mit dem Quadrat von Chiron-Pluto wird natürlich auch der Materialismus thematisiert. Den Hang zum Verarmungswahn haben wir immer, weil wir hier völlig festgezurrt sind in der Mate- rie bzw. in dieser Philosophie des Materialismus. Doch – am Anfang war das Wort, kein Sack Geld! In dieser Hinsicht ist einiges verdreht, das System ist gefangen in der Materie. Chiron empfiehlt: „Heile deine Würde, begib dich in deinen inneren Reichtum, geh ins Fühlen und kläre, was deine Bedürfnisse sind. Bleib bei dir. Mach dein Überleben nicht nur von äußeren Umständen abhängig.“
Natürlich ist es da draußen gerade in dieser Umbruchphase nicht urkomisch, aber nichtsdestotrotz haben wir die Aufgabe, für uns selbst zu sorgen (Stier), also zufrieden mit uns und autark zu sein und eben nicht alles in Abhängigkeit zum Außen zu sehen.
Venus Waage: Beziehungen und gesellschaftliche Paradoxien
Mit dem Eintritt der Venus in die Waage am 6. August und ihrer Opposition zum Neptun im Widder treten Beziehungsthemen, Gemeinschaft und die bedingungsvolle Existenz („wenn-dann“) in den Vordergrund. Und natürlich schwingt über die innere Stier-Seite der Venus auch das Würde-Thema mit.
Der Wahnsinn wird um sich greifen, in der Paradoxie gegenüber Neptun Widder tritt das auf, was wir schon gesehen haben: Mit Venus Waage und ihren Extremen, der Abhängigkeit von der Ge- meinschaft, geht der Existenzblues auf die nächste Stufe. Wobei er schon bemerkenswert war, als Venus am 9./10. Juli den Südknoten Jungfrau transitierte. Die große Krise bei VW, das Friedens- Memorandum mit dem Iran wurde mit Bomben annulliert, damit steht die Ölkrise wieder im Raum.
Außerdem tauchen auf der Achse des emotionalen Paradoxons wunderliche Konflikte auf. So fuhr ein staatlich finanzierter Islamist in die ebenfalls staatlich finanzierte Berliner CSD-Regenbogen- menge, das lässt sich nur noch damit erklären, dass das System (Saturn) gegen sich selbst rebelliert (Saturn ist rückläufig). Allgemeiner gesagt: die Gemengelage kann zu internen Konflikten in eigentlich gleichgesinnten Gruppen führen.
Es ist zu erwarten, dass Geisteskrankheiten sich überschlagen und die Paradoxien im System weiter zunehmen, was eine letzte intensive Klärung der Jungfrau-Fische-Realität einleiten soll. Diesen Zeitabschnitt wird der Waage-Wahnsinn mit einem Tusch beenden.

