Vortrag 2. März 2026 Ringen um die neue Ordnung

Lage am 27.02.2026

Wir sehen eine spannende Gesamtkonstellation: Am 20. Februar fand auf 0°45 Widder die Konjunktion von Saturn-Neptun statt, die oft mit signifikanten gesellschaftlichen Veränderungen einhergeht wie z.B. dem Mauerfall 1989: Der „Eiserne Vorhang“ löste sich mit Saturn-Neptun im Steinbock auf und beendete vorübergehend die Trennung von Ost und West. Allerdings brauchen wir in unserer Welt der Steinbock-Polarität immer die heilige Dreiheit, die Mitte, sonst fehlt uns die Entwicklungsdynamik und wir bleiben in totalitären oder hierarchischen Strukturen stecken. Deutschland/Mitteleuropa ist die Mitte zwischen Ost und West und hat die Aufgabe, beides im lebendigen Austausch zu verbinden.

Die Astrologie bestätigt das mit dem existenziellen Dreieck der Häuser 2-7-12: In den Fischen liegt die Schöpfung, im Stier die Existenz und in der Waage die Welt. Das Prinzip des Dritten ist der Waage zugeordnet. Wir finden es auch in der Dreiheit von Körper, Geist und Seele. In der Anthroposophie zeigt sich die Dreiheit mit Ahriman, Luzifer und Christus.

Saturn-Neptun haben sich im Widder getroffen, gegenüber ist die Waage und im Quadrat zu beiden ist das Zeichen Krebs, die Verortung, die innere Sicherheit. Diese innere Mitte brauchen wir jetzt, um uns auf die Extreme von Widder und Waage einlassen zu können und einen kreativen Umgang damit zu finden. Ohne inneres Gleichgewicht bringen uns die täglichen Pendelschläge aus dem Takt, dann schwanken wir in jedem Moment zwischen himmelhoch jauchzend und zu Tode betrübt.

Stellt man die Polarität des hierarchischen Steinbock in den Mittelpunkt und verdrängt die Dreiheit von Körper, Geist und Seele, dann entfernen wir entweder den Geist oder die Seele. Unsere sogenannte Wissenschaft hat uns mitgeteilt, dass Pluto (Repräsentant der Seele) kein Planet ist, man hat ihn verzwergt – und schon sind Seele und Evolution entsorgt. Pluto ist seit 2006 offiziell nur noch „der größte und zweitmassivste bekannte Zwergplanet des Sonnensystems“. Wie weit kommt man ohne Seele und ohne Evolution? Damit landen wir dann flugs im Steinbock-Totalitären, wie wir es seit 2006 erlebt haben.

Rudolf Steiner hat das Konzept einer systemischen Dreiheit als Gesellschaftsmodell entwickelt, um der erdrückenden Steinbock-Polarität entgegenzuwirken – die soziale Dreigliederung. Damit wird der Einheitsstaat, in der eine Obrigkeit alles andere kujoniert, abgeschafft und durch die drei eigen- ständigen, aber kooperierenden Bereiche Wirtschafts-, Rechts- und Geistesleben ersetzt: Freiheit im Geistesleben, Gleichheit vor dem Recht, brüderliches Wirtschaften. Gerade jetzt – mit einem neuen Zyklus von Saturn-Neptun, der auf 0°45 Widder, dem Zeichen der Neugeburt, beginnt, wäre es mehr als angebracht, über solche neuen gesellschaftlichen Ansätze nachzudenken und die alte Ordnung loszulassen.

Das Abschluss-Szenario

Wir haben es hier mit einer ganz besonderen Situation zu tun und die sehen wir auch im Außen, wo gerade die Hölle losbricht in Form einer gewaltvollen Auseinandersetzung in Nahost, übrigens eine Widder-Zone. Dabei geht es um die neue Weltordnung, in der Gesamtkonstellation wirken enorme Kräfte. Es gibt eine historische Parallele: 1703 trafen sich Saturn-Neptun auch im Widder, da tobte der Große Nordische Krieg: Nord-, Mittel- und Osteuropa prügelten sich in den Jahren 1700 bis 1721 um die Vorherrschaft im Ostseeraum. Das heutige Geschehen in diesem Raum wirkt wie eine Neuauflage! Der damalige Konflikt beendete Schwedens Vorherrschaft, die Russen gingen siegreich daraus hervor. Diese Parallele illustriert bildhaft das kraftvolle und kämpferische Potenzial, das in der Mars-Energie liegt.

Zur Widder-Zone Nahost gehören Juden wie Araber, die Juden nehmen die Widder-Qualität wörtlich und bezeichnen sich als „auserwähltes Volk“. Die Iraner sind keine Araber, sie haben auch eine ganz andere Kultur. Das alte Persien hatte eine eigene Religion, die christliche Züge aufweist, den Zoroastrismus, bevor der Islam das Land übernahm. Persien pflegte exzellente Beziehungen zu China, sie waren schon vor langer Zeit über die alte Seidenstraße und den Handel verbunden. Astrologisch lassen sich die Perser über die Seidenstraße der Achse Schütze/Zwilling zuordnen: Sie sind höchst intelligent und merkurisch gewandt. Iraner, die in Deutschland leben, lernen unsere Sprache meist sehr schnell. Das Horoskop des derzeitigen Iran vom 1. April 1979 (der Schah war vertrieben, Khomeini landete in Teheran) bestätigt die Merkur-Betonung durch eine starke Besetzung der Achse Fische/Jungfrau.

Mit dem aktuellen Fische-Nordknoten müsste es eigentlich um Weltfrieden gehen, um die Gesetze der Schöpfung, um Heilung und Loslassen. Venus ist auch in den Fischen, die Dreiheit der Waage- Seite will als schöpferisches Gesetz wieder ins Leben geholt werden, um der Existenz Achtung zu verschaffen und Entwicklung zu ermöglichen, also eine umfassende Heilung. Merkur ist ebenfalls in den Fischen, was bedeutet, dass jetzt im Persönlichen eine Anpassung an die Realität und den Realitätsbegriff überhaupt vorgenommen werden muss. All diese Themen sind in der Kulmination, sie wollen über die Fische gelöst werden.

Ziel dieses Abschluss-Szenarios ist das Loslassen, das Erkennen und Annehmen der Realität. Hier geht definitiv etwas zu Ende. Saturn-Neptun bestimmen im Widder die genaueren Umstände des Loslassens, der Heilung und Klärung – es ist ein totaler Neuanfang. Gefühlt stehen wir auf einem 10-Meter-Sprungbrett. Das Schwimmbecken – tief unter uns – ist aus unserer Perspektive sehr klein und wir trauen uns nicht zu springen. Was müssen wir noch klären, bevor wir die Courage aufbringen? Tatsächlich wissen wir gerade gar nicht, wohin wir eigentlich springen. Die Klärung, was wir hinter uns lassen wollen, kann uns ermutigen, den beherzten Sprung ins ferne Ungewisse zu wagen, das mit jedem neuen Tag an Kontur gewinnen wird.

Wir spüren alle die tiefgreifende Veränderung und sind bisweilen auch erschöpft, weil diese Phase entsprechend anstrengend ist und jeder von uns hat wahrscheinlich noch seine persönlichen Transite, die zusätzliche Kräfte verschleißen. Aber wir nehmen auch wahr, dass sich mit dieser Wassermann-Energie etwas umstrukturiert, umbaut, neu zusammensetzt. Wir können es nur noch nicht klar benennen, sondern müssen in das, was sich formt, hineinreifen.

Hilfreich ist auch ein Blick auf die Venus: Wo haben wir vielleicht in der Vergangenheit zu viele Werte oder etwas Wichtiges geopfert? Was nehme ich mit, was lasse ich zurück? Und Merkur weist uns darauf hin, den höheren Sinn zu berücksichtigen sowie den richtigen – sinnstiftenden – Platz einzunehmen. Wir sollten an der Stelle tätig sein, wo wir dem Ganzen etwas geben, ihm zuarbeiten können. Diese Faktoren bedürfen offenbar noch der Klärung, deswegen stehen wir noch verzagt auf dem Sprungturm. Lassen wir uns also nicht von der ungeduldigen Mars-Energie drängen, sondern erledigen unsere Hausaufgaben und reifen unserem Sprung entgegen.

Mars Quadrat Uranus

Mars ist der Herrscher von Saturn-Neptun im Widder und sagt uns Genaueres über unseren Sprung. Im Wassermann konnte Mars uns mit dem größeren Bild tatsächlich zu mehr Orientierung verhelfen im Hinblick auf Zukunft schaffen, ins Neue streben; er hat uns eine Landkarte vermittelt in Sachen Neuanfang und Springen. Mars Wassermann hat uns auch von Konditionierungen (Saturn) befreit, damit wir nicht mit alten Beschränkungen in den Neuanfang gehen.

Zum Wassermann gehört das Doppelbewusstsein. Wir haben auf kollektiver Ebene in den Jahren ab 2020 mit Saturn Wassermann eine Trennung der Zeitlinie erlebt, wir wurden weggesperrt etc. Seit dieser Zeit gibt es „zwei Welten“. Wenn jetzt Mars über Saturn-Neptun Widder herrscht, sind wir einen Schritt weiter – es ist ein Kampf der zwei Welten. Zur eher bösartigen oder destruktiven Welt gehören z.B. die Transhumanisten (Wassermann), die mit Saturn-Neptun im Widder die Herrschaft über die Welt erlangen wollen.

In der anderen Welt ist man gleichberechtigt auf Augenhöhe und strebt ein multipolares, lebendiges Dasein auf der erlösten Wassermann-Ebene an, ein völlig neues Miteinander, das nicht hierarchisch ist, sondern auf Potenzialen und Interessen basiert und dem, was für die Entwicklung sinnstiftend und zielführend ist. Man trifft sich zur unabhängigen Kooperation. Man wertet nicht, man spuckt dem anderen nicht in die Suppe, man mischt sich nicht in die inneren Angelegenheiten des anderen ein, sondern man vernetzt sich und kooperiert dort, wo Zukunft zu schaffen ist.

Freiheit, Fortschritt, etwas wirklich Neues und eben nicht mehr uni- oder bi-polar, sondern multipolar – viele Zentren oder Knotenpunkte im großen gemeinsamen Netzwerk.

Am 26. Februar haben wir in einer Arbeitsgruppe die planetare Situation betrachtet und stellten fest, dass am 27. der Mars ins exakte Quadrat zum Uranus gehen würde. Uranus ist der Herrscher von Mars Wassermann. Und da haben wir tatsächlich schon diskutiert, dass dieses Quadrat der Funke sein könnte und skizzierten aus diesem Blickwinkel relativ genau die Ereignisse, die dann ab dem 28.02. über uns hereingebrochen sind, insbesondere der Angriff von USA/Israel auf den Iran. Und wenn so ein Quadrat exakt wird, dann will Handlungsenergie freigesetzt werden – es muss etwas passieren.

Das war also der Funke für den Mars-Kampf der zwei Welten. Mit Uranus Stier geht es um das Überleben, um Arterhaltung und Fortpflanzung bis hin zum Überleben der Spezies, so groß kann es werden: Das Überleben der Spezies Mensch, die im christlichen Sinne die tiefe neptunische Gottes- verbundenheit in sich tragen.

Und wer herrscht über Uranus Stier? Das ist Venus, die gerade durch die Fische läuft, und so landen wir wieder bei Herrscher Neptun Widder im Verbund mit Saturn. Venus Fische thematisiert die Heilung, insbesondere des Christentums; auch das Überlebensthema ist dabei, die Werte, die Dreiheit, das Bewahren der Spezies Mensch, die sich dadurch auszeichnet, dass sie ein Ebenbild Gottes ist, von Gott erschaffen. Mit Venus gelangen wir in diese Bereiche anstelle von transhumanistischer Trennung oder uranischer Zombifizierung.

Über Venus kommen wir wieder zu Saturn-Neptun, an den Anfang, zum Grundsätzlichen: Die Welt ändert sich und wie wird der Kampf um die Weltordnung ausgehen, wie wird alles neu geordnet? Von dort aus können wir dann wieder genau diese Schritte durchgehen. Das ist spannend!

Mit dem Quadrat von Mars-Uranus begann der neue große Nahostkrieg von USA/Israel gegen den Iran. Die Region Westasien ist das Zentrum – die Widder-Zone. Es passt auch zum Widder, den obersten Führer zu enthaupten, auch wenn es martialisch ist. Widder steht auch für den Kopf – Kopf ab liegt nahe.

Mars, der Herrscher von Saturn-Neptun und dem Kampf um die neue Ordnung, inspirierte Irans Gegner, auf der Basis der Wassermann-Spaltung der zwei Welten Khamenei und diverse wichtige Leute bei einer Arbeitssitzung zum neuen Nuklearabkommen zu ermorden. Dazu noch Familienmitglieder des Religionsführers, darunter seine höchstens zweijährige Enkelin. Sie hatten nicht im Bunker getagt, sondern in der Residenz des Imam, denn sie gingen davon aus, dass es in der nächsten Woche – wie vereinbart – weitere Verhandlungen zum Abkommen geben würde.

Und dann wechselt der Mars am 2. März in die Fische – als Herrscher von diesem Saturn Neptun. Jetzt haben wir es natürlich mit einem ausgewachsenen Religionskrieg zu tun – Fische. Khamenei war der Papst der schiitischen Welt. Der Oberste Führer des Iran ist nicht nur ein politischer Führer, sondern für viele Schiiten weltweit eine höhere Autorität. Seine Ermordung könnte die religiösen Spannungen mit zumindest einem Teil der schiitischen Gemeinschaft weltweit verschärfen. Dazu gehören Staaten mit schiitischen Minderheiten wie Afghanistan, Pakistan, Saudi-Arabien, die Türkei und der Irak.

Astrologisch betrachtet eine nahezu geisterhafte Koinzidenz: Mars geht in die Fische und mit Saturn-Neptun im Widder wird ein Glaubenskrieg ausgerufen. Der inzwischen mal wieder rückläufige Merkur hat den Südknoten, also all die Dinge, die neu geregelt werden müssen, im Schlepp und ist auch mitten im Geschehen, was Bereinigung und Klärung betrifft. Merkur steht für Wissenschaft, Kommunikation, Medien, also z.B. aufrichtig sprechen. Hier ist eine Fundgrube fürs Unerlöste, das Merkur an die Oberfläche holt: Die Täuschungen, das hohle Geschwätz und die Lügen.

Zu Merkur Zwilling gehören auch die Handelsketten, Infrastruktur, Handel, Marktschreier, auch die Banken und mit Venus sind sowohl die Werte der Finanzwelt beteiligt als auch die Ressourcen. Wir haben nunmehr weder Gas noch Öl, der Iran hat die Straße von Hormus geschlossen.

Kurz: Es braucht jetzt wirklich die Geburt des Neuen und darum ringen in der Widder-Region die Kräfte Saturn, Steinbock, die Polarität, die zwei Welten miteinander. Wenn das Multipolare und die Bewahrung des Lebens gewinnen, die Aufbaukräfte, das Christentum, Empathie, all diese Dinge zur Heilung, die wir in der planetaren Inschrift sehen, dann wird auch geistige Freiheit da sein, die ein Anliegen von Pluto Wassermann ist. Mit der Polarität Löwe können wir wieder Kreativität entfalten und schöpferische Kinder Gottes sein, die ihr Potenzial entfalten. Dann wird es relativ schnell gehen, dass wir natürlich auch freie Energie und weitere Zukunftstechnologien anstreben, weil wir dann überhaupt wieder etwas entwickeln können.

Im Persönlichen ist das Thema der Konditionierung sehr wichtig. Wo stehen uns möglicherweise alte Prägungen im Weg? Die sollten wir mutig loslassen für den Neuanfang. Wir müssen nicht endlos alte Vorgehensweisen wiederholen. Das wäre jetzt eine Hilfestellung von den Fischen. Merkur weist uns auf die Anpassung hin: Wo hat uns die Konditionierung zur Überanpassung geführt? Wo haben wir in der Vergangenheit durch Überanpassung immer wieder die eigene Entfaltung beschränkt?

Venus erinnert an unsere Bedürfnisse: Haben wir vielleicht zu viele Opfer für die Gemeinschaft gebracht oder im Übermaß Erwartungen der anderen erfüllt? Haben wir vielleicht die eigenen Erwartungen über das gestellt, was wir selbst fühlen und brauchen? Oder haben wir uns zu sehr von Erwartungen anderer in unserem Handeln beschränken lassen?

Mit der Mars-Passage durch Fische, die bis zum 9. April andauert, wird uns natürlich das Mut-Thema noch länger beschäftigen. Alles in den Fischen befindet sich im Trigon zu Jupiter-Krebs. Dort stoßen wir auf Themen wie emotionale Sicherheit und Glaubenssätze, die auch ein Aspekt der Konditionierung sind. Die Konfrontation mit tiefsitzenden Glaubenssätzen ist entscheidend, um emotionale Sicherheit zu finden und die Realität anzunehmen, auch wenn dies eine Desillusionierung bedeuten kann.

Wir können jetzt unseren Frieden machen mit dem, was wir geglaubt haben, das sich jetzt aber ggf. als Täuschung erweist. Das ist kein Grund zum Verzweifeln – freuen wir uns, dass wir jetzt ein Stück weiter sind! Wir bekommen es also kurz vor unserem großen Sprung vom Turm noch einmal mit der Vergangenheit unseres Lebens zu tun.

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